Wie in einem der letzten Artikel „Neujahrsvorsätze für mutige Paare“ bereits angekündigt, startete ich dieses Jahr direkt mit neuen Erfahrungen. Meine erste Dreier-Erfahrung stand Anfang Januar bevor – und als wäre das nicht aufregend genug, sollte dieses Erlebnis auch noch ohne meinen Mann stattfinden.
Für gewöhnlich swingen wir gemeinsam und haben bisher keine Alleingänge in Sachen “Sex mit anderen” gehabt. Aber wie wir seit Tag 1 als Teil der Swinger Community bereits selbst erfahren haben: Mit der Zeit wird so gut wie jeder immer offener.
Anfangs besuchten wir einen Swingerclub, ohne jemals wirklich swingen zu wollen. Doch am selben Abend taten wir es – wenn auch nur als Soft-Swinger. Und das war für jemanden wie mich, die einst dachte: „Im Leben fasst niemand meinen Mann an!“, ein riesiger Schritt. (Hier gehts zum Artikel: Das erste Mal im Swingerclub).
Wir hatten uns geschworen, niemals weiterzugehen und einen Partnertausch mit Geschlechtsverkehr kategorisch ausgeschlossen. Wenige Monate später taten wir es trotzdem – und heute gehört es zu unserem Lebensstil.
Wir konnten uns niemals vorstellen, dass wir mal ohne den jeweils anderen ein Sexdate zu dritt haben würden. Und doch erzähle ich dir jetzt von meiner ersten Dreier-Erfahrung.
Wie kam es zu meinem ersten Dreier?
Wir haben ein befreundetes Paar, das wir in einem Swingerclub kennengelernt haben und regelmäßig treffen. Der Mann, nennen wir ihn Toni, erzählte mir von seinem Wunsch nach einem Dreier mit seiner langjährigen Freundin (mit Plus) und mir.
Ich bin generell offen für neue Erfahrungen und fand die Idee spannend – auch wenn sie mich etwas nervös machte.
Mein erster Dreier – Wie hat mein Mann reagiert?
Nachdem ich ihm davon erzählt habe überlegte er 2 Sekunden und sagte schließlich “Na dann los. Wenn du diese Erfahrung machen möchtest, dann solltest du das tun!”. Ein Satz, der mir zeigt wie sehr er mich liebt und kennt.
Ich hatte eigentlich mit einem ausführlicheren Gespräch gerechnet. Aber wir tauschen uns ohnehin regelmäßig über unsere Wünsche, Grenzen und Vorstellungen aus – diese Basis hatten wir bereits gelegt.
Für meinen Mann zählte vor allem eins: Er kannte Toni lange genug, um ihm zu vertrauen. Sorgen machte er sich somit keine. Er wollte nur eine Nachricht, falls die andere Frau aus irgendwelchen Gründen doch nicht auftauchen sollte.
Dennoch ist es normal, wenn am entsprechenden Abend ein seltsames Gefühl entsteht. Mein Mann konnte damit gut umgehen wie es schien. Er war anfangs sowieso noch abgelenkt, da er unseren Sohn ins Bett brachte, später schaute er noch einen Film und ging an dem Abend früh ins Bett.
Mein erstes Mal Sex zu dritt – Der Abend beginnt
Ich war aufgeregt, aber meine Vorfreude überwog. Toni hatte ein schönes Hotelzimmer gebucht und fuhr schon etwas früher hin, um alles vorzubereiten. Seine Freundschaft Plus, nennen wir sie Aileen, reiste von weiter her an und würde mit ihm dort übernachten. Ich ließ mir diese Option offen.
Die beiden kannten sich seit etwa sieben Jahren. Ich dachte sofort: „Sie sind bestimmt ein eingespieltes Team. Hoffentlich bin ich nicht das dritte Rad am Wagen.“ Doch ich versuchte, mir keine Sorgen zu machen. Das war nur mein Gehirn, das Angst vor neuen Erfahrungen hatte.
Gegen 17 Uhr erreichte ich das Hotel. Ich atmete tief durch, öffnete die Eingangstür und lief zum Zimmer 16. Als ich anklopfte, öffnete mir Toni mit einem Lächeln. Er sah gut aus: Hemd, gepflegt, charmant. Doch noch mehr war ich auf Aileen gespannt.
Ich trat ein und sah sie auf dem Bett sitzen – in Slip und Oberteil. Erleichterung machte sich breit: Sie war attraktiv, sympathisch, und wir schienen auf einer Wellenlänge zu sein.
Ich setzte mich entspannt auf eine Schaukel neben dem Bett und startete ein Gespräch. Nach kurzer Zeit fühlte ich mich wohl genug, meine Jeans auszuziehen und mich zu den beiden au das Bett zu gesellen.
Die spannendsten Momente
Wir lenkten unser Gespräch in Richtung Swingerclubs und andere Erfahrungen – langsam näherten wir uns der eigentlichen Sache. Aileen und ich stellten fest, dass wir beide wenig Erfahrung mit Frauen hatten, aber neugierig waren, Neues auszuprobieren.
Aileen küsste mich – und sofort war klar: Das wird ein schöner Abend.
Toni und Aileen zogen mich aus und ich fand mich schnell in der Waagerechten wieder. Ich durfte die Küsse und Berührungen auf meinem Körper genießen und fühlte mich direkt sehr wohl.
Es bot sich immer sehr gut an, dass zwei von uns den oder die Dritte verwöhnten. Die Konstellationen ergaben sich einfach spontan aus der Situation heraus, ohne, dass wir hier große Diskussionen drüber führen mussten 😄 Das dritte Rad am Wagen gab es ein Glück auch nicht. Selbst, wenn eine von uns einfach mal zusah und sich nicht direkt beteiligte, ergab das eine stimmige und wohlige Atmosphäre. Als passiver Part darf man sich bewusst erlauben das Bild und die Situation zu genießen.
Von Frau zu Frau
Als ich Aileen sanft dazu bewegte sich hinzulegen, zogen Toni und ich ihren Slip aus und ich entschied mich mutig zu sein und mich das erste Mal an der Kunst der Versöhnung einer Vulva mit dem Mund zu versuchen.
Bisher hatte ich zu viel Respekt davor und der Swingerclub war für mich nie der richtige Ort, um es auszuprobieren. Bei meinen ersten Schritten brauche ich wirklich keine Zuschauer. Der geschützte Raum zu Dritt war ideal, um das Eine oder Andere in angenehmer Atmosphäre auszuprobieren.
Später – in Runde zwei oder drei – entwickelten wir daraus sogar eine kleine Lernsession.
Wir lagen gerade entspannt auf dem Bett und unterhielten uns, als das Thema „Sex unter Frauen“ aufkam. Aileen und ich stellten beide fest, dass wir uns wunderbar selbst befriedigen konnten, aber wenig Ahnung hatten, was wir bei der jeweils anderen tun sollten. Wie schnell? Wie viel Druck? Wo genau? Welche Bewegung?
Toni setzte sich dazu und erklärte Aileen meine Vulva. Er zeigte mit Fingern und Zunge, worauf es ankam. Ich war gerne sein „Übungsmodell“ und durfte Aileens erste Schritte miterleben. Eine lustige und gleichzeitig schöne Erfahrung, an die ich sehr gerne zurückdenke.
Als ich später an der Reihe war, sie zu verwöhnen, war ich überrascht, wie sehr es mir gefiel. Besonders ihr Gesichtsausdruck und ihr Stöhnen ließen mich verstehen, warum Männer diese Rolle so genießen.
Nur eines wurde mir bewusst: Meinen größten Respekt an die Männerwelt! Nach wenigen Sekunden bekam ich Krämpfe in der Zunge und konnte nicht ansatzweise das Tempo halten, das Toni vorgelegt hatte. 😄
Sushi im Bett
Da wir 7 Sunden in unserem Hotelzimmer verbachten, mussten wir zwischendurch auch mal ein paar Kalorien wieder reinholen. Toni, ganz der Gentlemen, machte sich auf den Weg, um Sushi für uns alle zu besorgen.
Eine herrliche Erinnerung, wie wir dort nackt auf dem Bett sitzen und gemeinsam unser Sushi verspeisten. Ich habe diese Momente ebenso geschätzt, wie die in Aktion. Denn diese gemeinsamen Pausen, in denen wir teilweise einfach beieinander lagen und uns unterhielten oder schwiegen, fühlten sich sehr bewusst und entspannt an. Es gab wirklich gar nichts Unangenehmes daran. Ich persönlich finde es sehr wertvoll, Menschen zu haben, mit denen das möglich ist.
Fazit: War meine erste Dreier-Erfahrung das, was ich mir vorgestellt habe?
Bevor ich in den Genuss dieses Dreiers kam, war ich etwas skeptisch. Viele Männer träumen davon, doch einige, die es erlebt haben, berichten, dass es in der Realität nicht so erfüllend ist wie gedacht.
Vor meinem Abend machte ich mir natürlich auch Gedanken, wie das in der konkreten Situation aussehen könnte und was zu dritt alles möglich ist. Ich stellte mich darauf ein, dass einer von Dreien immer mehr die Zuschauerrolle einnehmen würde.
Doch dem war meines Empfindens nach absolut nicht so. So wie ich den Abend mit Toni und Aileen erlebt habe, war es eine sehr empfehlenswerte Erfahrung. Alle waren sehr natürlich, wir haben uns sehr gut verstanden, miteinander harmoniert und soweit ich das aus meiner Position beurteilen kann, kam jeder auf seine Kosten.
Aber es ist auch unerlässlich, dass sich alle drei vertrauen, alle rücksichtsvoll und gönnerhaft sind, damit so eine schöne Erfahrung möglich ist.
Und danach zu Hause?
Viele fragten mich bei Instagram, wie es nach dem Abend mit meinem Mann weiterging und ob es Auswirkungen auf unsere Beziehung hatte.
Mein Mann war neugierig, wollte alles wissen – und ich erzählte ihm alles. Letztendlich freute er sich für mich. Kein Drama, keine Eifersucht, keine offenen Fragen.
Auf unsere Beziehung hatte der Dreier keine negativen Auswirkungen. Im Gegenteil: Wir haben eine weitere Herausforderung gemeistert und unser gegenseitiges Vertrauen gestärkt. Ich bin meinem Mann unendlich dankbar dafür, dass er mir meinen Wunsch ermöglichte.
Ich freue mich schon darauf, wenn er ebenfalls seine Dreier-Erfahrung ohne mich machen kann und ich mich aktiv mit meinen Gefühlen auseinandersetzen darf. Ihr wisst ja… Herausforderungen bedeuten Wachstum 😊
Falls du mehr über meine Erfahrungen im Swinger-Lifestyle erfahren möchtest oder dich mit Gleichgesinnten austauschen willst, folge mir gerne auf Instagram oder tritt meiner Facebook-Gruppe bei. Dort teile ich regelmäßig spannende Einblicke und helfe Menschen in langjährigen Beziehungen, die mehr wollen und noch den für sie passenden Weg suchen!
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